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Hilfeleistungs-Löschfahrzeug HLF 8/12

Mit der Übergabe des ersten Hilfeleistungs-Löschfahrzeugs vom Typ HLF 8/12 Ende 1994 hat bei der Freiwilligen Feuerwehr Witten eine neue Löschfahrzeuggeneration ihren Dienst aufgenommen. Bei den beschafften Fahrzeugen handelt es sich um Fahrzeuge, die nicht nur für Löscheinsätze, sondern auch für kleine bis mittlere technische Hilfeleistungen eingesetzt werden können.

Warum dieses Fahrzeug?

Aufgrund der angespannten Haushaltslage der Stadt Witten und der fehlenden Zuschüsse für die Beschaffung von Fahrzeugen, machte man sich bei der Feuerwehr Witten über die Möglichkeit Gedanken, ein kostengünstiges Fahrzeug mit einem großen Einsatzspektrum zu entwickeln und zu kaufen. Durch viele eigene Ideen und Gespräche mit den Herstellern von Feuerwehrfahrzeugen entstanden die an die Freiwillige Feuerwehr Witten übergebenen Fahrzeuge mit der Bezeichnung HLF 8/12.

Bei der Entwicklung dieses Fahrzeugkonzeptes hat man erreicht, dass der Finanzhaushalt der Stadt Witten pro Fahrzeug um ca. 140.000 ,- DM weniger belastet wurde. Der Preis für die neuen Fahrzeuge (Stückpreis 385.000,- DM) konnte so gering gehalten werden, weil man sich am Standardfahrzeug LF 8/6 orientiert hat. Durch eine sinnvolle Aufrüstung des Standardfahrzeuges LF 8/6 zu einem HLF 8/12 Typ "Witten" hat man erreicht, ein Fahrzeug zu beschaffen, welches fast den gleichen Einsatzwert hat wie sein großer Bruder, das LF 16/12. Ein LF 16/12 hat jedoch einen Beschaffungspreis von ca. 530.000,- DM. Das Hilfeleistungs-Löschfahrzeug HLF 8/12 soll das Basisfahrzeug der Freiwilligen Feuerwehr Witten werden.

Die technische Ausstattung im Wandel der Zeit

Ursprünglich waren sowohl das Bommeraner als auch das nahezu baugleiche Herbeder Fahrzeug nicht mit hydraulischem Rettungsgerät, dafür aber mit einem Überdrucklüfter ausgestattet. Dieser wurde auf dem HLF Bommern jedoch nicht mehr benötigt, als in der zweiten Hälfte der 1990er Jahre erstmals eine Drehleiter mit Überdrucklüfter in Bommern stationiert worden war. Der gewonnene Raum konnte mit der neuen Ausstattung sinnvoll genutzt werden. Auch das Sprungpolster gehörte nicht zur ursprünglichen Ausstattung, sondern ersetzte erst im Laufe der Dienstzeit ein Sprungtuch.

Im April 2007 wurde das HLF im Bereich des Geräteaufbaus mit einer reflektierenden Konturmarkierung beklebt, die zu einer deutlich besseren Sichtbarkeit im Straßenverkehr und bei nächtlichen Einsätzen führt.

Als letzte Neuerung wurden im Frühsommer 2009 sämtliche Mehrzweckstrahlrohre durch moderne Hohlstrahlrohre ersetzt, die durch ihre feine Wasserzerstäubung für den Innenangriff eine Flash-Over-Prävention ermöglichen. Außerdem wurde die Hilfeleistungsbeladung durch einen Unterbauschiebeblock zur Stabilisierung von verunglückten Fahrzeugen ergänzt.

Seit dem 24.12.2009 befindet sich dieses Fahrzeug in den Diensten der LE Bommerholz und ersetzt dort ein 26 Jahre altes Löschgruppenfahrzeug LF 16, das zunächst für die Berufsfeuerwehr und dann für die LE Altstadt gefahren war, bevor es nach Bommerholz umgesetzt wurde.

 

Zusatzbeladung und Ausrüstung:

  • Sprungpolster SP16
  • tragbarer Stromerzeuger 8 kVA
  • ausfahrbarer Lichtmast als Fahrzeugumfeldbeleuchtung, 4 x 500 Watt
  • mobiler oder auf dem Fahrzeugaufbau montierbarer Wasserwerfer mit einer Leistung von 1.200 Liter/Min. bei 8 bar

Über die allgemeine feuerwehrtechnische Beladung hinaus verfügbare Ausstattung zur technischen Hilfeleistung:

  • Hydraulisches Rettungsgerät
    (Spreizer SP-40, Schneidegerät S-180, Rettungszylinder RZ2-1250)
  • Unterbauschiebeblock
  • E-Tauchpumpe vom Typ TP 4/1
  • E-Trennschleifer mit Trennscheiben für Stein und Metall
  • tragbare Scheinwerfer (2x 1.000 Watt) mit Stativ
  • Motorkettensäge

Technische Angaben zum HLF 8/12-6:

  • Hersteller: IVECO
  • Motorleistung: 130 kW / 177 PS
  • Antrieb: Allrad
  • Gesamtgewicht: 10,5 t
  • Lackierung: RAL 3024, Tagesleuchtrot
  • Baujahr: 1994
  • Pumpenförderleistung: 800 Liter/Min. (max. 1.450 Liter/Min.) bei 8 bar
  • Löschwassertank: 1.200 Liter
  • Besatzung: 1/8


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